Meine erste eigene Wohnung

Nachdem mein letzter Beitrag eher weniger positiv war, melde ich mich nun etwas glücklicher zurück. Meine Wohnung ist fertig eingerichtet, der Kühlschrank voll, die Küche ist mit dem Nötigsten ausgestattet…und auch meine kurzzeitigen Mitbewohner Kakerlake 1-5 sind beseitigt. Oder besser gesagt vergast.

Ja, richtig gelesen. Kakerlaken. Mit diesen Viechern muss man sich wohl oder übel in China rumschlagen und ich war nicht gerade begeistert als sie mir zum ersten Mal über den Weg (oder eher über die Füße) gelaufen sind. Abhilfe schafft hier ein Spray, das quasi alles vernichtet was krabbelt und man an jeder Ecke kaufen kann. Da entdeckt man auf einmal ganz neue sadistische Seiten an sich. Aber immerhin bin ich nun seit fast fünf Tagen kakerlakenfrei und fange langsam an, mich hier wohlzufühlen. Folgend daher ein paar Impressionen meines neuen Reichs.

Wie ich schon in meinem letzten Beitrag erwähnt hatte ist das Sauberkeitsverständnis in China ein ganz anderes. Vor allem die Küche war wirklich sehr schmutzig, da die Chinesen mit sehr viel Öl kochen und sich dadurch überall eine klebrige Fettschicht bildet. Darum hieß es erst einmal schrubben und putzen. Wer also nach China kommt sollte erstens seine Erwartungen etwas herunterschrauben und darf auf keinen Fall pingelig sein. Vor allem da manches so schmutzig ist, dass man es gar nicht mehr sauber bekommt. Mittlerweile bin ich jedoch recht zufrieden und denke es lässt sich gut bei mir aushalten. Zahlen muss ich für die Wohnung übrigens insgesamt so viel wie für mein 10qm Zimmer in Köln, nämlich ungefähr 280€ im Monat.

So langsam gewöhne ich mich auch an den neuen Alltagsablauf. Seit Montag habe ich unter der Woche jeden Tag von 8:30 bis 12:00 Uhr (mit Pause) Uni, mittwochs auch nochmal eineinhalb Stunden am Nachmittag. Der Sprachkurs besteht aus verschiedenen Teilen: Comprehensive, Sprechen, Hören, Schreiben und Lesen. Mit jeweils anderen Lehrern. Das mag insgesamt recht entspannt wirken, allerdings wird man quasi mit neuen Vokabeln nur so bombardiert und da ich mir vorgenommen habe so viel wie möglich aus dem Sprachkurs mitzunehmen, ist der Lernaufwand auch dementsprechend hoch. Bis jetzt macht es jedoch Spaß, ich habe eine sympathische Lehrerin und in meiner Klasse sind sogar ein Deutscher und ein Österreicher.

Trotzdem bleibt natürlich auch einiges an Freizeit übrig. Die habe ich diese Woche genutzt um eben meine Wohnung einzurichten, mit Freunden Essen zu gehen, mich im Fitnessstudio anzumelden (und ja ich war sogar schon ein Mal trainieren), verschiedene Carrefours in der Gegend zu erkundschaften, abends auszugehen, meinen ersten Trip zu planen und zu lesen. Aber zu manchen Themen wird in Zukunft hier auch noch mehr kommen…

 

 

 

 

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. cwbadtke sagt:

    Spannender Beitrag 🙂
    Das man mit anderen Maßstäben messen muss, was die Sauberkeit in China angeht, hab ich schon öfter gehört, aber schön, dass du dich langsam einrichten konntest 🙂

    Gefällt 1 Person

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